Meistens läuft die Zeit der Zins­bindung vor der voll­stän­di­gen Til­gung des Kre­dites ab. Es be­steht somit eine Rest­schuld, die weiter­finanziert werden muss. Bei Auslauf einer Zins­bindungs­frist besteht die Mög­lich­keit die Rest­schuld zu tilgen oder sie wei­ter zu finanzieren.

Wie kann man sich ein For­­ward­­dar­­lehen vor­stellen? 

Mit einem Forwarddarlehen ha­ben Sie die Möglichkeit, das ak­tuelle Zins­niveau für Ihr Vor­haben in der Zukunft zu sichern. Hierbei wird Ihnen das Darlehen erst zum vereinbarten Zeitpunkt mit dem Zinsniveau von heute ausgezahlt. Ein Forward-Darlehen lohnt sich für Sie nur, wenn Sie ein stei­gendes Zinsniveau erwarten.

Die Zeit, bis Sie das Darlehen ab­rufen, kann bis zu 60 Monate in der Zu­kunft liegen. Diese Zeit­spanne von Ab­schluss des For­ward-Dar­lehens bis zum eigent­lichen Abruf des Dar­lehens nennt sich Forward-Periode. Die Bank sagt Ihnen somit sehr früh eine Fi­nan­zie­rung zu. Diese Zu­sage lässt sie sich mit einem so­ge­nan­nten Forward-Aufschlag be­zahlen. Die Höhe dieses Auf­schlages hängt von der indi­vidu­ellen Ein­schätz­ung der je­wei­ligen Bank über die zukünftige Zins­ent­wicklung ab. Dabei lag der Auf­schlag in den letzten Jahren bei 0,01 bis 0,03 Pro­zent­punkt­en pro Monat, bis Sie das Darlehen ab­rufen. Möch­ten Sie zum Bei­spiel in 14 Mo­na­ten an­schluss­finan­zieren und der aktuelle Zins liegt bei 2,0 % so ergebe sich bei einem Forward-Aufschlag von 0,01 Prozent­punk­ten ein Zins von 2,14%.

Man kann die Zins­ent­wicklung nicht vorhersagen. Der Vorteil ist, dass Sie mit dem For­ward-Dar­lehen eine Planungs­sicher­­heit gewinnen. Auch ein Zins­­an­stieg be­ein­flusst dann Ihre Fi­nan­­zie­rung nicht.

Wenn sich jedoch die Zinsen ver­ringern, müssen Sie das Dar­­lehen zu dem Zins­­satz ab­rufen, wie Sie es ver­traglich ab­geschlossen ha­ben.

Das Forward-Dar­lehen fun­ktio­niert wie eine normale An­­schluss­­­fi­­nan­­zie­­rung. Sie können dabei die Bank wechseln oder bei Ihrem bis­­herigen Finanz­institut finan­zieren. Wichtig ist, dass Sie sich An­gebote einholen. Das über­nehmen wir für Sie!

Sie haben als Kredit­nehmer nach 10 Jahren immer ein Sonder­­kün­di­gungs­­recht. Sollte Ihre Finan­zierung also dem­nächst seit 10 Jahren bestehen oder die Zins­bindung in maximal 36 Monaten auslaufen, lohnt es sich, sich mit dem Forward-Darlehen zu be­schäftigen und sich beraten zu lassen.

Wir sind gerne für Sie da und be­sprechen mit Ihnen Ihre indi­vidu­ellen Möglichkeiten und die Vor­gehens­weise, damit Ihnen Ihre Finanzierung keine Kopf­­schmer­zen be­­reitet.

Anschluss­fi­nan­zie­rung mit neuem Zins 

Bei der Anschluss­fi­nan­zie­rung wird eine neue Zins­bindung auf die Rest­schuld mit der Bank ver­einbart. Es ist möglich, die fi­nanzierende Bank zu wechseln, es gilt jedoch Vor-und Nach­teile ab­zuwägen. Wechseln Sie bei­spiels­wei­se die Bank so können weitere Kosten, wie die Notar­kosten zum Um­schreiben der Grund­schuld, auf Sie zukommen. Wir beraten Sie gerne und besprechen mit Ihnen die Alternativen.

Es ist empfehlenswert, sich bereits frühzeitig mit der An­schluss­fi­nan­zierung auseinanderzusetzen und sich beraten zu lassen. In Zeiten der Niedrigzinsen ist es ratsam, sich über die Möglichkeit eines Forward-Darlehens zu in­for­mie­ren, um sich somit für die An­schluss­fi­nan­zie­rung Zins­vorteile zu sichern.

Bereits heute sollten Sie sich, wenn möglich, regelmäßig etwas Geld zur Seite legen, um sonder­zu­til­gen. Für das Sparen neben dem Ab­zahlen Ihres Dar­lehens be­raten wir Sie gerne und zeigen Ihnen indi­viduelle Möglichkeiten auf, um sich etwas Geld auf die Seite zu legen.